Mittwochkonzerte starten morgen in der Harderbastei

Bach auf Orientalisch

14.09.2021 | Stand 14.09.2021, 15:50 Uhr
Berlin Oriental Quartett −Foto: Sascha Lasarzewski

Die Mittwochkonzerte starten morgen um 19 Uhr in der Harderbastei in die neue Saison. Den Auftakt gestaltet das Berlin Oriental Quartett. Dieses ist ein neues instrumentales Ensemble, das sich zum Ziel setzt, die arabisch-orientalische und europäische klassische Musik durch den Spiegel der heutigen multikulturellen Realität zu beobachten. Der Eintritt ist frei.

In ihrem Programm präsentieren sie eklektische Bearbeitungen traditioneller arabischer Lieder, sowie „orientalisierte“ Versionen bekannter Stücke der europäischen Klassik. Ihre Konzerte bringen Publikum unterschiedlicher Herkunft zusammen.

Das Repertoire der Band besteht aus erfrischenden Arrangements der arabischen und europäischen Evergreens sowie aus eigenen Kompositionen der Ensemblemitglieder. Das überraschende wie vielfältige Konzertprogramm startet mit der Eigenkomposition „Sahara“. Danach folgt das traditionelle „Longa Sunbati“ aus Ägypten, das durch die Kreuzung mit Samba-Rhythmen fließend in die „Longa Sambati“ übergeht, gefolgt durch das berühmte „Ave Maria“ von Bach-Gounod in einer faszinierenden orientalischen Version. Und so geht es weiter mit dem multikulturellen Fest, zu dem die vier exzellenten Spieler auf der Bühne einladen.

Die Musiker des Quartetts kommen aus unterschiedlichen Kulturen. Trotz ihrer multinationalen Besetzung wollen sie keine Nationen präsentieren. Ihre Identität erwächst aus der Musik als einer Sprache ohne Worte, die eben nicht an Nationen gebunden ist. Im Gegenteil, sie soll Menschen einander näherbringen und sie auf der emotionalen Ebene miteinander verbinden. Orient und Okzident sind dabei nur die Quelle der Inspiration. Das Ziel ist ein interkultureller Dialog und ein friedliches Zusammenleben. (ty)