Lesen Navigation

Lesen

„Nazi-Arschlöcher“

23.07.2016 - 10:28

Das Bündnis "Ingolstadt ist bunt" demonstrierte am Auwaldsee gegen eine Versammlung der AfD

(ty) „Diese Nachbarn wollen wir nicht.“ So lautete das Motto einer Demonstration gestern Abend gegen die Versammlung der AFD in der Gaststätte am Auwaldsee. Rund 50 Demonstranten hatte das Bündnis "Ingolstadt ist bunt" mobilisiert, um ihren Protest auszudrücken gegen eine AfD-Veranstaltung mit Alexander Gauland in Ingolstadt. Die AfD Bayern hat ihren stellvertretenden Bundesvorsitzenden Gauland und ihren Bundesvorsitzenden Meuthen zu einer Veranstaltung im Rahmen ihres Landesparteitages eingeladen.

Sorgsam mit Gittern abgeschirmt und anfangs von starken Polizeikräften gesichert blieb es bei der Demo bis auf einen Vorfall, bei dem eine der Demonstrantinnen von einem AfD-Anhänger massiv gegen das Absperrgitter gedrückt und dabei verbal beleidigt wurde, friedlich. Lediglich ein paar Kraftausdrücke wie „Wixer“ oder „Nazi-Arschlöcher“ aus der Demonstrantenschar waren zu hören, als AfD-Sympathisanten in Richtung Auwaldsee-Gaststätte vorbeizogen.

Überschattet von den Ereignissen in München war letztlich auch diese Demonstration. Denn plötzlich zog die Polizei eine Vielzahl der Einsatzkräfte vom Auwaldsee ab und die Nachrichten aus München machten die Runde unter den Demonstrierenden.

Eva Bulling-Schröter, die Bundestagsabgeordnete der Linken, forderte die Demonstranten aller Coleur auf, ein Zeichen zu setzen gegen die Menschenfeindlichkeit der AfD. Diese Partei habe nur das Ziel, die Menschen gegeneinander aufzuhetzen, um an die Macht zu kommen. „Die AfD hetzt und verbreitet falsche Informationen, wo sie nur kann und will spalten. Diese Leute wollen um Europa ein Mauer ziehen mit Flüchtlingsmassenlagern an den EU-Grenzen.“

Mit zahlreichen Argumenten wandte sie sich gegen die „rechten Rattenfänger“. „Wir lassen es nicht zu, dass die Völker Europas wieder gegeneinander aufgebracht werden“, so Bulling-Schröter, „Menschen werden von der AfD auf Kosten und Nutzen reduziert und damit entmenschlich.“