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„Danach ging es Schlag auf Schlag“

Foto: Feuerwehr Geisenfeld19.09.2016 - 12:24

Der lang anhaltender Regen sorgt gestern für einen Ausnahmezustand in Ingolstadt

(ty) Gestern gegen 16.30 Uhr erreichten wie bereits kurz berichtet die ersten Notrufe die Integrierte Leitstelle Ingolstadt. „Danach ging es Schlag auf Schlag“, schildert die Berufsfeuerwehr den Nachmittag, „aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit konnte der Boden die großen Niederschlagsmengen nicht mehr aufnehmen. Dadurch liefen, vor allem im Ingolstädter Süden zahlreiche Keller und Unterführungen voll.

In den Unterführungen stand das Wasser teilweise einen Meter hoch und machte wichtige Straßen unpassierbar. In die Keller gelangte das Wasser über Lichtschächte, Kellertüren und aufgrund fehlender oder defekter Sicherungsanlagen gegen den Kanalrückstau. Viele Bürger konnten sich selbst mit Hilfe von Pumpen und Wassersaugern helfen. Die Feuerwehr wurde an 225 Einsatzstellen tätig.

Am Abend waren in Ingolstadt über 200 Einsatzkräfte eingesetzt. Neben den Freiwilligen Feuerwehren aus dem gesamten Stadtgebiet waren auch dienstfreie Kräfte der Berufsfeuerwehr und das THW im Einsatz. Für tatkräftige Unterstützung sorgten auch rund 70 Einsatzkräfte der Landkreisfeuerwehren aus Pfaffenhofen, Neuburg und Eichstätt. „Im Einzelnen waren es die Kollegen aus Manching, Reichertshofen, Oberstimm, Geisenfeld, Großmehring, Kösching und Neuburg“, so die Feuerwehr, „zwischen den Unwettereinsätzen wurden die Reserve-Einheiten noch zu einigen Brandmeldeanlagen, Verkehrsunfällen und einen Gasgeruch gerufen.“