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Aktion besseres Parken

23.06.2017 - 02:16

Der Stadtrat befasste sich gestern mit einem Antrag zur Verbesserung der Parksituation in der Innenstadt

(ty) Wenn man alle Register ziehen will, um die Innenstadt attraktiver zu machen, sind beinahe unvermeidlich auch die leidigen Parkplätze dabei. Um die ging es gestern im Stadtrat wieder einmal wegen eines Antrages der CSU-Fraktion, den Stadtrat Thomas Deiser vorstellte.

Und der war durchaus umfangreich. So sollen Dauerparker in den IFG-Parkeinrichtungen statt der bisherigen Magnetkarten die RFID-Funketiketten erhalten. Neben den gewünschten Dauerparkeinrichtung wären die auch in den anderen Parkeinrichtungen nach der dort jeweils üblichen Gebühr einsetzbar. Zudem soll das Parkeitsystem ergänzt und an heute übliche Standards angepasst werden. Beispielsweise soll die tatsächliche Anzahl der zur Verfügung stehenden freien Plätze angezeigt werden.

Waren diese Punkte unumstritten, so schieden sich gestern im Stadtrat doch die Meinungen beim Thema XXL-Parkplätze in der Tiefgarage Theater West und an der Erweiterung des Hallenbadparkplatzes. Nicht minder umstritten die Vorschläge von Achim Werner, die erste halbe Stunde in den städtischen Parkeinrichtungen tatsächlichkostenfrei zu machen und statt eines Tagestickets ein 24-Stunden-Ticket einzuführen, mit dem man auch über Mitternacht hinaus parken könnte, ohne einen neuen Tag bezahlen zu müssen. Das allerdings würde der IFG Mindereinnahmen von 320 000 Euro bescheren.

Am abstrusesten war denn die Diskussion um eine eventuelle Erweiterung des Hallenbadparkplatzes. Mit einem weiteren Deck den Parkplatz in die Höhe zu erweitern ist zum Beispiel für die Grünen unvorstellbar wegen des Blicks auf die Stadtmauer. Und in die Tiefe geht nicht wegen der Reste der Festungsmauern unter dem Parkplatz. Schließlich war Jürgen Siebicke von der Bürgergemeinschaft auch noch gegen XXL-Parkplätze für die großen Autos in der Tiefgarage Theater West. Weil dadurch Parkplätze wegfielen. Und überhaupt müssten Käufer von SUVs beispielsweise damit leben, dass sie nicht überall parken können.

Gegen fünf Stimmen entschied sich der Stadtrat dann aber doch noch, alle in dem CSU-Antrag formulierten Vorschläge von der Verwaltung prüfen zu lassen.